Juli 22 2017

Autohersteller sprechen sich ab – So What?

Diesel.   Foto©2010KarlHochheim

VW, Audi, Porsche, Daimler und BMW hätten sich laut SPIEGEL über Technologien, Zulieferer, Preise etc abgestimmt und damit dem Wettbewerb geschadet. Geht’s noch? Welchem Wettbewerb? Da muss ich aber lange überlegen. Japaner? Chinesen? Koreaner? Ami-Firmen (Ford und Opel)? Franzosen (eine davon ist schon japanisch)? Italiener (ist amerikanisch), Indisch?

In allen Branchen gibt es Verbände aus zwei Gründen:

  • Lobbyismus um die Politiker zu bequatschen,  industriefreundliche, aber verbraucherschädliche Gesetze zu verabschieden
  • Informationsaustausch, damit sich alle auf Augenhöhe begegnen können. Das ist allemal effizienter als Werksspionage oder Re-Engineering der anderen Produkte.

Das erste ist kriminell und die Politiker, die von den Lobbyisten profitieren, sollten ALLE ihren Posten räumen. Leider wäre dann das Parlament fast leer.

Das zweite ist zum Nutzen der Verbraucher, da zumindest bei den genannten Fahrzeugherstellern unter der Haube gleichartige Technik arbeitet. Das ist mittlerweile so komplex, dass der Autokäufer ohnehin keine Chance hat, Unterschiede festzustellen. Also kann er sich auf das konzentrieren, was er (und sie) sieht: Design, Farbe, Sitze, Reifen etc. Dadurch würde der o.a. Wettbewerb benachteiligt? Was soll’s. Es gibt keinen Grund ein Fahrzeug aus diesen Ländern zu kaufen. Und wer glaubt dass die sich nicht abstimmen, irrt gewaltig.

Und dass die deutschen Hersteller sich über die so genannte Schummelsoftware unterhalten haben ist doch nur eine Folge dieser idiotischen standardisierten Abgastests. Wer hat die denn festgelegt? Das ist ja geradezu eine Einladung zum Betrügen. Anstiftung zum Verbrechen ist eine Straftat. Bisher habe ich noch nicht gehört, dass hier jemand angeklagt wurde.

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Veröffentlicht22. Juli 2017 von Karl Hochheim in Kategorie "Industrie", "Politik

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