August 3 2017

Vergiftung mit Billigeiern – selbst schuld

Ei. Foto©2017KarlHochheim

…und wer seine Kinder damit vergiftet, muss bestraft werden.

Es muss auf die Dauer richtig weh tun, wenn man immer nur den billigsten Fraß kauft. Na gut, wer sich selbst umbringen will, den kann man ohnehin nicht davon abhalten. Wer aber seine Kinder auf Dauer schädigt, dem muss ein Warnschuss vor den Bug gesetzt werden, dass es nur so raucht. Es muss richtig teuer werden. Viele Menschen denken nur mit dem Portmonee.

“Ja da sind doch die Eierproduzenten schuld.” Richtig, die Betreiber von Massenställen mit etlichen gequälten 10.000 Hühnern sind Verbrecher. Aber die Masse der Verbraucher, die nur den billigsten Dreck kaufen, sind die Anstifter zu diesen Verbrechen. Im Fernsehen war vor kurzen ein Bericht über einen dieser Riesen Hühnerställe. Der Betreiber sagt, wir produzieren nur, was der Verbraucher will. Und er hat mit dieser Aussage recht. Trotzdem ist er ein skrupelloser Tierquäler und Profitgeier. Niemand zwingt ihn, auf diese Art reich zu werden. Es scheint aber sehr einfach zu sein, sonst würde er etwas vernünftigen tun.

Ein vergiftetes Massen-Ei kostet 25 Cent. Ein gutes Ei von einem zertifizierten Bioland Betrieb kostet weniger als 50 Cent. Umgerechnet heißt das, eine Pfanne voller Spiegeleier aus guten Eiern kostet 2 Euro, eine Pfanne voll Gift-Eier kostet 1 Euro. Hallo? Einmal pro Woche, macht Mehrkosten von 50 Euro im Jahr, weniger Arztbesuche, Einsparung von Medikamenten und ein deutliches Plus an Lebensqualität. Noch Fragen?

Auch industrialisierte Eier mit irgendeinem erfundenen Bio-Label, zum Beispiel von ALDI kommen aus Massenbetrieben, die nichts mit Bio zu tun haben. Ein Fernsehbericht in dieser Woche zeigte die Zustände einiger Lieferanten für ALDI aus Holland: Katastrophal. Verreckte Hühner, eingesperrt und gequält.  Mahlzeit, Hauptsache billig.

Was ist zu tun?

Abfackeln aller Massenhühnerställe. Sofort und gnadenlos. Europaweit. Wer das halbwegs human machen will, bringt die Hühner vorher um und fackelt die Reste dann mit ab. Einsperren der Betreiber.

Was wird passieren? Die Nachfrage nach Eiern kann nicht mehr erfüllt werden. Der Eierpreis verdoppelt sich. Gut so. Richtige Bio Eier werden wettbewerbsfähig. Mehr Betriebe können sich plötzlich leisten, gute teure Eier zu produzieren. Und der Verbraucher? Kann sich nicht mehr jeden Tag zwei Eier leisten und das ist auch gut so.

Wer das gleiche Geld für weniger und dafür bessere Eier ausgibt, wird gesünder und wird mehr Lebensqualität haben. Das gleiche gilt übrigens noch viel mehr für das Fleisch.

 

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Veröffentlicht3. August 2017 von Karl Hochheim in Kategorie "Leben", "Politik

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