August 4 2017

Dieselgipfel – Software Skandal

Diesel-Skandal-Gipfel. Foto©2012KarlHochheim

Mein Auto fährt mit Software. Umsonst und draußen.

Der Dieselgipfel, ein Brüller in Korruption . Die Autohersteller tun nichts und Dobrindt, dieser Labersack will uns das auch noch als Erfolg verkaufen.

Wer ist schuld? Ausschließlich unsere gewählten Politiker. Hier ist jetzt mal nicht der Autofahrer “selbst schuld”. Was haben sich die Verkehrs- und Finanzpolitiker in den letzten Jahrzehnten zu Schulden kommen lassen?

  • Die Steuer auf Diesel wurde bewusst niedrig gehalten. Damit hatten alle Vielfahrer und Viel-Luft-Verschmutzer hohe finanzielle Vorteil, wenn sie Dieselautos fuhren.
  • Die standardisierten Abgastests fordern die Hersteller geradezu heraus zu bescheißen.
  • Der Fokus auf niedrigere CO2 Emission hat den Ausstoß von Stickoxiden vervielfacht. Das fällt uns jetzt auf die Füße.

Und jetzt zieht sich “die Politik” zurück, das heißt Dobrindt, Merkel (kam nicht mal aus dem Urlaub), Seehofer, Kretschmann (“Der Minischdorpresidänt fährt en Daimler, BASCHDA”), Herr Weil (VW Aufsichtsrat und Ministerpräsident von Niedersachsen)  lassen den Autofahrer alleine mit der Willkür der Hersteller. Die fühlen sich sicher, weil ihre Markenpolitik jahrelang von eben diesen Politikern und ihren geschätzten Vorgängern erst ermöglicht, wenn nicht gar forciert wurde.

Was bringt das Softwareupdate?

  • Verminderung der Stickoxide um bis zu 25 %, wenn es gut geht. Nötig wäre eine Verminderung AUF 25%.
  • Erhöhung des Dieselverbrauchs und damit des CO2 Ausstoßes. Absolut kontraproduktiv und den Sprit bezahlt der Fahrer.
  • Risiko von Motorschäden ist bisher ungeklärt, da es keine Langzeittests gibt.

Das ist alles halber Kram zu Lasten der Umwelt. Versagt haben die Regierungen der letzten Jahre, daher muss die heutige Regierung für Abhilfe sorgen. Versagt haben auch die Autofahrer, da sie über den Preis gekauft haben: Diesel ist billiger, ab 20.000 km pro Jahr rechnet sich der Mehrpreis, also TDI. Die Autoverkäufer haben die angeblichen Vorteile natürlich schön gerechnet, um über den Verkauf der teureren Autos mehr Provision  zu kassieren. Und die Hersteller haben bewusst beschissen, dafür müssen sie bestraft werden.

Was ist zu tun:

  • Die betroffenen Dieselfahrzeuge müssen umgerüstet werden, Software reicht nicht. Das kostet im Schnitt 1.500,– € pro Fahrzeug. Wer zahlt: siehe weiter unten.
  • Wer sich keinen Termin zum Umrüsten holt, bekommt die Karre stillgelegt.
  • Flächendeckende Fahrverbote, damit die Leute auf die Straße gehen, den Herstellern und Werkstätten Dampf machen, damit schneller umgerüstet wird. Wer einen Termin hat, darf weiterfahren.
  • Die Steuer auf Dieseltreibstoff sofort um 20 Cent pro Liter erhöhen. Laut Brüssel kommt das ohnehin ab 2023.
  • Die Kosten tragen je zur Hälfte der Staat(=Steuerzahler) und die Hersteller. Das sind je nach Schätzung jeweils 2..4 Milliarden. Für den Staat ist das kostenneutral, da er durch die höhere Dieselsteuer pro Jahr über 4 Milliarden € mehr einnimmt. Er holt sich das von den Dieselfahrern. Die werden natürlich bestraft. Aber hier gilt wieder der Grundsatz: Wer Billig kauft, kauft zweimal.

Und die schuldigen Politiker? Wie werden die bestraft? Im September sind Wahlen !!

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Veröffentlicht4. August 2017 von Karl Hochheim in Kategorie "Geld", "Industrie", "Politik

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