September 4 2017

TV Duell Merkel Schulz

BlaBla.

Was war das denn? Ein Verbrechen am Fernsehzuschauer. Ein Gesprächsduell zwischen Kanzlerin und Herausforderer war angekündigt und was wurde geboten: Vier offensichtlich völlig überforderte Fernsehprofis versuchen mit Nettigkeiten zwei Politprofis aus der Reserve zu locken. Kein Wunder, dass nix passiert ist. Wenn ich keine aggressiven Fragen stelle, kommen auch nur weichgespülte Antworten. Die Politprofis Merkel und Schulz sprachen frei und oft fast druckreif. Das ist ja auch klar, sonst wären sie nicht da, wo sie sind (wobei es natürlich auch andere Beispiele gibt, denke man nur an Stoiber oder Göttinger).

Diese Journalisten hingegen, hatten sich offensichtlich ihre Kindergeburtstagsfragen aufgeschrieben und blickten alleine bei ihrer Zettelwirtschaft nicht durch. Dazu kam, dass diese beiden Quasselstrippen von ARD und ZDF, Frau Maischberger und Frau Illner wohl aufgrund ihrer Talkshow Erfahrungen Angst hatten, nicht zu Wort zu kommen und daher versucht haben, das ganze Ding zu dominieren. Dabei waren sie sich nicht nur beim Outfit so ähnlich, dass man manchmal garnicht wusste, wer von beiden gerade ihre dünnen Fragen stellt.  Herr Klöppel muss wohl aufgrund der vorlauten Frauen so geschockt gewesen sein, dass er sich fast komplett zurückgezogen hat. Nur dieser unsägliche Herr Strunz hat in seinen zum Glück seltenen Fragen oft bereits seine gewünschten rechtspopulistischen Antworten vorweggenommen.

Was da abging, war eine Zumutung für den Zuschauer. Hoffentlich lernen die Verantwortlichen daraus, dass man nicht zwei Politiker von vier Leuten befragen lässt. Ein geschickter Interviewer hätte die beiden aufeinander hetzen können, vielleicht wäre dann ein kleines Duell entstanden. Auch mal einen Faden aufnehmen und zuspitzen wäre sinnvoll gewesen. Aber wenn hier Selbstdarstellerinnen ihre wohlfeilen Formulierungen ablassen, kann doch keine Stimmung aufkommen. Man hätte mit Einzelinterviews sicherlich mehr Information aus den beiden herausbekommen. Aber dieses Format ist tot.

Schade dass keine Werbung kam.

[Gesamt: 0   Durchschnitt:  0/5]

Schlagwörter: , , , , , , ,
© 2017 Karl Hochheim. All rights reserved.

Veröffentlicht4. September 2017 von Karl Hochheim in Kategorie "Politik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.