September 10 2017

Tatort – Computer. Teil 2: Sie entwickeln sich viel zu schnell.

Computer. Fotomontage©2015KarlHochheim

Diese Serie betrachtet die unaufhaltsame Überlegenheit der Computer über die Menschen. Wir werden in weniger als 50 Jahren die Sklaven unserer Kreation sein. Und es gibt kein Entrinnen. Der Point of no Return ist längst überschritten.

Im ersten Teil habe ich dargelegt, wie langsam sich der Mensch und insbesondere seine geistigen Möglichkeiten entwickelt haben und entwickeln. Es passiert im dankbar langsamsten Kriechgang. Dass der Mensch sich soweit entwickeln konnte, liegt an den unermesslich langen Zeiträumen, die die Natur uns eingeräumt hat.

Die Rechner entwickeln sich millionenmal schneller. Hier steht, wie schnell:

  • Den Computer im heutigen Sinne, und zwar den Rechner mit Microchips gibt es seit dem Intel 4004, das war 1971. Ich will in dieser Betrachtung die früheren “Elektronengehirne” weglassen, obwohl es an der Betrachtung grundsätzlich nichts ändert. Das Mooresche Gesetz sagt vereinfacht: Die Leistungsfähigkeit der Computer verdoppelt sich alle zwei Jahre. (Gordon Moore 1965. Er hatte von 18 Monaten gesprochen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass sich die Computerfähigkeiten exponentiell steigern). Es gilt nach wie vor. Schon mehrmals glaubte man, die Entwicklung in dieser Geschwindigkeit sei am Ende, aber es gab IMMER Technologien, die das Rad am Drehen hielten. In den 70ern konnten die Computer verglichen mit heute so gut wie nichts. Seitdem sind 46 Jahre vergangen, das sind etwa 23 Computer Generationen, wenn man das Mooresche Gesetz als Basis nimmt.   Die heutigen Computer können 2 hoch 23, das sind 8 Millionen mal so viel wie vor anderthalb Menschengenerationen. In einer weiteren Menschengeneration, das sind 15 Computergenerationen können die Rechner 274 Milliarden mal so viel wie bei ihrer Entstehung und 32.000 mal so viel wie heute.
  • Ein Maß (unter vielen anderen) für die Leistungsfähigkeit der Computer ist die Anzahl der Transistoren in den Chips und die Taktrate als Maß, wie schnell “er” denken kann.
    • Der erste:
      1971. Intel 4004, 2.300 Transistoren, 740 kHz
    • Der Urvater der PC Prozessoren, 6 Jahre später, 10 fache Transistoren, 6 mal schneller
      1978. Intel 8086, 29.000 Transistoren, 4,77 Mhz
    • Der erste echte 16 bit Prozessor. Viermal mehr Transistoren in drei Jahren.
      1982. Intel 80286, 134.000 Transistoren, 6 .. 16 Mhz
    • Der Pentium. Damals ein Sprung, ca. 10.000 mal leistungsfähiger als der 4004
      1994. Intel Pentium, 3,2 Millionen Transistoren, 75 .. 200 Mhz
    • Nur vier Jahre später schon wieder eine Vervierfachung, wenn man die stärkste Version annimmt.
      1998. Pentium II, 7,5 Mio transistoren, 450 Mhz
    • Dann ging es Schlag auf Schlag, machen wir mal einen Sprung um sieben Jahre, dann wird einem schwindelig, wir sind beim ca. 200fachen der 98er Version:
      2005, Pentium 4 Extreme, 169 Mio Transistoren, 3,7 Ghz,

      Transistorendichte. Gemeinfrei aus Wikipedia
    • Heute sind wir bei bis zu 20 Milliarden Transistoren bei etwa gleicher Taktfrequenz, wobei in einem Prozessor bis zu 8 Kerne gleichzeitig arbeiten und pro Takt 8 mal soviele Aktionen abarbeiten können. Dazu kommt, dass die Intelligenz der Chips selbst enorm gestiegen ist. Das heißt, sie übernehmen etliche Aufgaben selbst, die früher in externen Programmen aufwendig in Einzelschritten programmiert werden mussten und jeder Schritt musste einzeln an den Prozessor übermittelt und dort ausgeführt werden. Die einfache Abschätzung mittels Transistoren und Takt funktioniert somit heute nicht mehr. Das ist eher beunruhigend, da sich mit den neuen Architekturen die Leistungsfähigkeit nochmal beschleunigt hat.

      Festplatten Speicherkapazität. Gemeinfrei aus Wikipedia
  • Die Speichermöglichkeiten gehen mit der Leistung der Prozessoren einher. Die ersten PCs 1984 arbeiteten mit 5 1/4 ” Floppy Discs, auf denen man 360 kB speichern konnte. Heute haben wir in den Digitalkameras fingernagelgroße SD Karten mit 128 GB, das ist das ist das 350-tausend fache. Noch Fragen?

Wir Menschen können heute das gleiche, wie zur Entstehung der Computer, der Computer verdoppelt seine Möglichkeiten alle zwei Jahre, wenn das reicht. Wir sind stehengeblieben. Wir haben keine Chance.

Das Thema wird fortgesetzt unter dem Titel: Tatort Computer.

 

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Veröffentlicht10. September 2017 von Karl Hochheim in Kategorie "IT / Internet

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