September 19 2017

Reiher Air streicht Flüge: Selbst schuld

Reiher Air. Foto(C)2003KarlHochheim

Ach wie furchtbar, die armen Passagiere. Jetzt streicht der böse O’Leary so viele Flüge und die Leute wissen nicht, wie sie fliegen sollen. Mir kommen die Tränen. Es gibt einen alten und wahren Spruch: Wer billig kauft, kauft zweimal. Hier muss das wohl heißen: Wer billig fliegt, fliegt keinmal.

Ryanair ist wie kein anderes Unternehmen verantwortlich für die unfassbare Umweltverschmutzung durch unüberlegtes und absolut sinnloses durch die Gegend fliegen. O’Leary hat es geschafft, dass das Fliegen billiger sein kann als Autofahren, Busfahren, Bahnfahren und die Leute hocken sich manchmal einfach so und fliegen für 1, 10 oder 30 Euro mal nach London oder Dublin oder Warschau. Zu den Preisen darf man natürlich nichts erwarten. Der Flughafen ist weit weg vom Schuss. Es dauert mindestens eine Stunde, bis man da ist, wo man glaubt hinzufliegen: Hahn statt Frankfurt, Prestwick statt Glasgow, Stanstadt statt London. Dann fängt es an und kostet, aber Wurscht, der Flug war billig.

In den Fliegern ist es die Katastrophe schlechthin. Scheißbezahlte Crew und Piloten bringen den Flieger mit Ach und Krach zum Ziel. Sie müssen manchmal sogar um das eigenen Leben fürchten, da sie nicht volltanken dürfen. Jedes Glas Wasser kostet extra, man hockt mit den Knien an den Ohren, da die Sitzreihen kaum Abstand haben und der blöde Kunde wird die ganze Zeit mit Werbung für z.B. Handy Karten oder Gewinnspiele zugeballert, dass ihm die Ohren klingeln (Ich habe das schon mal mitgemacht, daher weiß ich, von was ich schreibe). All das halten die Menschen aus, wenn es nur billig ist. Wie blöd kann man nur sein (Ich habe gelernt).

Jetzt haben sie es übertrieben: Massenweise müssen die Flüge ausfallen. Begründungen: Fadenscheinig: Urlaubsplanung, haha. Das Personal verlässt diesen Ausbeuter und heuert an, wo sie einen besseren Status haben. Bei Reiher-Air sind die Piloten selbstständige Dienstleister, damit O’Leary die Sozialversicherungen spart. Das lassen sie sich auf Dauer nicht mehr bieten. Gut so. Hoffentlich lernen auch die Kunden und buchen diese Zum-Kotzen-Airline nicht mehr.

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Veröffentlicht19. September 2017 von Karl Hochheim in Kategorie "Leben

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